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Öffentlicher Eislauf zu jeder Zeit und in bester Qualität auf einer der größten Eislaufflächen in Europa – so lautet das Konzept des Betreibers. Im Rahmen des Breitensports soll allen Eislaufgästen, Schulen und Vereinen gleichermaßen die Möglichkeit gegeben werden, ihren Sport auszuüben.
Stufe 01: Das blaue Band - Optische Erneuerung der Außen- und Innenbereiche
Der erste Schritt sieht eine einheitliche Neugestaltung der Innenräume durch die sogenannte "Organic Wall" vor. Zeitgleich wird die Modernisierung des gesamten Umkleidebereichs vorgenommen. Neue Schließfach- Aufbewahrungsmöglichkeiten und die Umgestaltung des Eingangsbereichs schließen die erste Erneuerungsphase ab.
Maßnahmen im Detail: Die gedämmte Ständerkonstruktion der "OrganicWall" wird eisbahnseitig mit einer in Blautönen gestalteten, durablen Gummierung verkleidet.Die Öffnungen für Schlittschuh-Ausgabe, Kioske,Imbiss und Türen zu Sanitär- und Nutzräumen sind integrativer Bestandteil der Gestaltung. Um der "Organic Wall" eine gewisse Durchlässigkeit zu verleihen, werden sogenannte Tapetentüren und Sichtfenster eingebaut. Letztere gewähren einen Blick auf das Geschehen hinter der geschwungenen Wand, wozu beispielsweise das Schleifen der Schlittschuhe zählt. Eine einheitliche Beschriftung stärkt das homogene Gesamtbild und lässt die Wand überdies zum Informationsmedium avancieren. Der Entwurf sieht vor, die Schliessfächer aus der Pausenzone in eine große Raumnische zu verlegen. Weiche Sitzmöbel in der Verkehrszone bieten die Möglichkeit, sich auszuruhen. Die abgehängte Decke der Pausenzone wird entfernt, um mehr Höhe zu gewinnen. Eine farbige Gestaltung der Sichtbetondecken macht den Raumeindruck vollkommen. Alle vorgesehenen infrastrukturellen Maßnahmen dieser Investitionsstufe werden erst umgesetzt, wenn der Beton saniert und die technische Ausstattung komplett ist. Somit wird ein zukünftiger, optimierter Betrieb sichergestellt.
Stufe 02: Das Eiserlebnis - Abriss der Tribünen und Umgestaltung zum Aufenthaltsbereich, Ausbau der Eisfläche zur 200-Meter-Bahn.
In diesem Bauabschnitt wird die Eisfläche erweitert. Die Tribünen weichen einer Holzgrating-Terrasse und weiteren, eingeschossigen Räumlichkeiten für Kioske und Imbisse. Um die erweiterte Eisfläche optisch zu fassen, wird die "Organic Wall" verlängert. Im Bereich des bestehenden Eingangs lenkt in Zukunft ein moderneres Eintrittserfassungssystem nach dem technischen Vorbild von Ski-Data den Besucherstrom. Dieses System umfasst Eintritt, Schlittschuhverleih, Schließfächer, u.v.m. Im Nordosten der Eisbahn sieht die Planung einen optionalen Nebeneingang bzw. Ausgang insbesondere für die Zeit des Cafeneubaus vor.
Stufe 03: Der schöne Ausblick - Änderungen des Eingangsbereiches mit Integration eines neuen Parkcafes.
Um einen zusätzlichen Anreiz für den Besuch der Eislaufbahn zu schaffen, wird das bestehende Parkcafe durch ein Gebäude mit einem auskragenden Obergeschoss ersetzt. Das Cafe wurde durch die Überarbeitung optimiert und verkleinert. Es rückt näher ans Geschehen und fungiert gleichzeitig als Entree für die Eisbahn. Die Architektursprache ist nun prägnanter und tritt mit der Gestaltung der bestehenden Anlage, deren Design aus den späten 1960er Jahren stammt, in einen Dialog. Moderne Zugangskontrollen erleichtern die Fluktuation zwischen Eisbahn und Cafe. Letzteres erhält im Erdgeschoss einen gummierten Bodenbelag und im Obergeschoss Hirnholzpflaster. So können Eisläufer und Skater ohne Schuhwechsel pausieren, um danach sofort wieder ihrem Sport nachzugehen. Im Erdgeschoss befinden sich Ticketautomaten, eine Getränkebar und Sanitärräume. Außen wird die Anlage durch eine Weingarten-Terrasse ergänzt. Von der Halle führt eine zweiläufige Treppe in die Räume des Gastronomiebetriebes, die auch über eine Rampe erreichbar sind. Im Obergeschoss angekommen findet sich der Besucher in einem völlig neu gestalteten Ambiente wieder – dem eigentlichen Parkcafe. Von hier aus bietet sich ein großzügiger Blick auf die Eislaufbahn und weite Teile der Großen Wallanlagen.
Option: Überdachung der Eislauffläche
Dieses Vorhaben beschreibt eine optionale Investitionsstufe und kann frühestens nach fünf Jahren Betrieb verwirklicht werden. Die Überdachung wurde angeregt von der öffentlichen Diskussion und in Zusammenarbeit mit einer norddeutschen Stadiondachbaufirma optimiert. Das Ergebnis: Maximale Transparenz. Der Freiluftcharakter bei gleichzeitiger Witterungsunabhängigkeit bleibt so erhalten.
Fazit Unser stufenweises Konzept stärkt die vorhandenen Qualitäten der Eisbahn und optimiert sie durch funktionale wie bauliche Attraktionen. Eine geschwungene Wand, ein prägnantes Eingangsgebäude und eine erweiterte Pausenzone mit Sonnenterrasse erhöhen sowohl die Freizeitqualität der Eisbahn als auch ihre Sommernutzung. Die Option, ein transparentes, zu den Seiten hin offenes Luftkissendach zu bauen, das die Nutzung der Eisbahn bei jedem Wetter zulässt, wird das vorrangig jugendliche Publikum über die Stadtgrenzen hinaus in ihren Bann ziehen.
Eisbahn Planten un Blomen Investorenwettbewerb zur Umgestaltung von Europas grter Freilufteisbahn
Entwurf : 2009 Kunde: Hansestadt Hamburg
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