'Generation X, Tales for an Accelerated Culture' ist der Titel eines 1992 erschienenen Romans von Douglas Coupland. Im Mittelpunkt des Buches stehen - stellvertretend - Dag, Claire und Andy, die es zufällig in das Seniorenparadies Palm Springs verschlagen hat. Alle drei sind um die dreißig und haben ihre berufliche Karriere hinter sich gelassen, um hier, unter kalifornischer Sonne oder in langen sternklaren Nächten und unter Zuhilfenahme gemäßigter Mengen alkoholischer Getränke nach irgendeiner Möglichkeit suchen, ihr Leben mit Bedeutung zu versehen.
Die Welt in der sie leben ist eine zuweilen beklemmende Mischung aus Realität und Science Fiction. Anders als klassische Science Fiction besteht sie aus Elementen, die ihnen und uns seit frühester Jugend vertraut sind: Soap Operas und Shopping Malls, Retro-Moden und semi-disposable swedish furniture, Pluralität, Permissivität und das ungelöste Problem nuklearer Endlagerung. Anders als die Realität jedoch enthält diese Welt Elemente, die eindeutig der Science Fiction entliehen sind: Soap Operas und Shopping Malls, Retro-Moden und semi-disposable swedish furniture, Pluralität, Permissivität und das ungelöste Problem NuklearerEndlagerung.
Mit pathologischer Ambivalenz stehen Sie einer Gegenwart gegenüber, die der bewohnbar gewordenen Zukunft gleichkommt und deren verlockendste Aspekte übriggebliebene Relikte einer fernen Vergangenheit zu sein scheinen. In der Notwendigkeit, sich Linderung zu verschaffen bekämpfen sie ihre Orientierungslosigkeit mit neuen Begriffsbildungen und ihre Sprachlosigkeit mit dem Erfinden von Geschichten. Sie stehen für eine Generation X deren Anliegen es ist darzustellen, daß für sie die Möglichkeiten, Anliegen zu haben, erschöpft scheinen - und die dennoch versuchen, diese Trostlosigkeit als Chance zu Begreifen.
Wenn aus Generation X die Architekturfirma Generation X Associates wird, dann zu dem Zweck, diesem ansonsten kaum fassbaren Phänomen für einen Augenblick zumindest den Anschein einer Form zu geben, um es durch diese Form nach außen hin darstellen zu können bevor - mit dem Ende der Ausstellung - die Rückkehr zum amorphen Zustand unweigerlich eintritt.
Generation X waren: Achim Aisslinger, Andreas Bracht, SebastianBolenz, Martin Kreyenbaum, Christian Stötzel
fotos : and8
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